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Döbern: Rund 50 Neugierige aus Döbern,
Forst und umliegenden Orten haben am Mittwochmorgen dem Umwelt-
und Lehrgarten der Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturfördergesellschaft
(BQS) Döbern mbH in Eichwege einen Besuch abgestattet. Carola
Lorenz und die acht Mitarbeiter des Projektes hatten den Rundgang
unter das Motto „Alles nur Salat“ gestellt.
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Auch ausrangierte
Zweiräder und altes landwirtschaftliches Gerät erwiesen
sich als ungewöhnliche Gartenrequisiten.
Lorbeer, Duftholunder, Duftwicken, Majoran, Bohnenkraut, Kerbel
und Dill verströmten im neu angelegten Duftgarten ihre ätherischen
Öle. »Das riecht ja wie Gummibärchen«, stellte
der siebenjährige Erik Knievel aus Döbern fest. Der jüngste
Gartenbesucher kam in Begleitung seiner Urgroßmutter aus Preschen
und hatte eine gute Nase. »Das ist die Gummibärblume
aus China«, bestätigte Carola Lorenz. Doch auch die Vanilleblume,
die nach Zimt reichende Dufttagetis, den von Schmetterlingen umflatterten
Duftjasmin und den intensiv nach Marzipan duftenden Marzipanphlox
stellte sie vor.
Um Riesenkürbisse ernten zu können, empfahl sie, täglich
einen Liter Milch ins Beet zu gießen. Eine Flasche Bier täglich
sei ein wahres Wundermittel, um eine prachtvolle Rosenblüte
zu erzielen. »Kaffeesatz sorgt für schöne Hortensien.
Eine Bananenschale unter Rosen sorgt für eine intensivere Farbe
der Blütenblätter«, hieß es weiter.
Veronika Mielke aus Döbern-Eichwege und Doris Schölzel
aus Groß Kölzig hatten sich vorsorglich mit Stift und
Zetteln versehen. Eifrig notierten sie auch Rezepte zur Verarbeitung
der angebauten Früchte. Liebevoll angerichtet, konnten Köstlichkeiten
am Gartenbüfett verkostet werden. »Ganz neu entwickelt
sind die Rezepturen für Rosenbutter, ein besonderes Dressing
für Friseesalat, Kartoffelsalat ohne Mayonnaise, Pesto aus
Borretsch und Portulak-Quark«, so Carola Lorenz.
Jungbrunnentee begehrt
Besonders begehrt war der Jungbrunnentee , der sich bereits seit
vielen Jahren bei der Verkostung als Renner erweist. Ihn empfahl
Carola Lorenz als Geheimwaffe beim Gärtnern während hochsommerlicher
Hitze. Ebenso, die Beete nur am Morgen zu wässern und die Mittagssonnen
konsequent zu meiden. Die Projektmitarbeiter sind deshalb in geteilten
Schichten tätig.
Angela Hanschke |