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22.07.2010
 
Im Döberner Bauerngarten duftet es nach Gumminbärchen
 
Döbern: Rund 50 Neugierige aus Döbern, Forst und umliegenden Orten haben am Mittwochmorgen dem Umwelt- und Lehrgarten der Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturfördergesellschaft (BQS) Döbern mbH in Eichwege einen Besuch abgestattet. Carola Lorenz und die acht Mitarbeiter des Projektes hatten den Rundgang unter das Motto „Alles nur Salat“ gestellt.
 

Foto: Angela Hanschke
Rundgang mit Carola Lorenz (vorn) durch den Döberner Bauerngarten.

Pflaster aus Backsteinen

Das Team hatte große Kreativität bei der Gestaltung der Anlage unter Beweis gestellt. Aus Backsteinen eines abgetragenen Döberner Hauses wurde ein mediterran anmutendes Gartenpflaster verlegt. Hölzerne Gartenleitern dienten als dekorative Beeteinfassungen. Schutzhelme aus Plastik und defekte Gießkannen wurden zu Pflanzgefäßen umgewandelt.

Auch ausrangierte Zweiräder und altes landwirtschaftliches Gerät erwiesen sich als ungewöhnliche Gartenrequisiten.

Lorbeer, Duftholunder, Duftwicken, Majoran, Bohnenkraut, Kerbel und Dill verströmten im neu angelegten Duftgarten ihre ätherischen Öle. »Das riecht ja wie Gummibärchen«, stellte der siebenjährige Erik Knievel aus Döbern fest. Der jüngste Gartenbesucher kam in Begleitung seiner Urgroßmutter aus Preschen und hatte eine gute Nase. »Das ist die Gummibärblume aus China«, bestätigte Carola Lorenz. Doch auch die Vanilleblume, die nach Zimt reichende Dufttagetis, den von Schmetterlingen umflatterten Duftjasmin und den intensiv nach Marzipan duftenden Marzipanphlox stellte sie vor.

Um Riesenkürbisse ernten zu können, empfahl sie, täglich einen Liter Milch ins Beet zu gießen. Eine Flasche Bier täglich sei ein wahres Wundermittel, um eine prachtvolle Rosenblüte zu erzielen. »Kaffeesatz sorgt für schöne Hortensien. Eine Bananenschale unter Rosen sorgt für eine intensivere Farbe der Blütenblätter«, hieß es weiter.

Veronika Mielke aus Döbern-Eichwege und Doris Schölzel aus Groß Kölzig hatten sich vorsorglich mit Stift und Zetteln versehen. Eifrig notierten sie auch Rezepte zur Verarbeitung der angebauten Früchte. Liebevoll angerichtet, konnten Köstlichkeiten am Gartenbüfett verkostet werden. »Ganz neu entwickelt sind die Rezepturen für Rosenbutter, ein besonderes Dressing für Friseesalat, Kartoffelsalat ohne Mayonnaise, Pesto aus Borretsch und Portulak-Quark«, so Carola Lorenz.

Jungbrunnentee begehrt

Besonders begehrt war der Jungbrunnentee , der sich bereits seit vielen Jahren bei der Verkostung als Renner erweist. Ihn empfahl Carola Lorenz als Geheimwaffe beim Gärtnern während hochsommerlicher Hitze. Ebenso, die Beete nur am Morgen zu wässern und die Mittagssonnen konsequent zu meiden. Die Projektmitarbeiter sind deshalb in geteilten Schichten tätig.

Angela Hanschke

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