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schäftigungs-,
Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft (BQS) Döbern
mit orange leuchtenden Ringelblumen und Tagetes, Schmuckkörbchen,
Sonnenblumen und Goldruten.
„Wir warten auf den Zwiebelkuchen“, scherzten Renate
Haraschke und Ingrid Hofmann aus Döbern. Beide seien schon
im vorigen Jahr hier gewesen. „Von vielen gemocht und von
manchen verdammt“, sei die Zwiebel die älteste Kulturpflanze,
erfuhren die Gartenfreunde von Carola Lorenz. Für die Ägypter
war die Heil- und Gemüsepflanze demnach Opfergabe, die Römer-Heere
hatten Zwiebeln als Wegzehrung dabei. Nur wenige Besucher wussten
nach eigenen Angaben, dass der Aussaat- oder Stecktermin Geschmack
und Lagerfähigkeit beeinflusse. „Wer sie einlagern will,
bringt sie später in den Boden“, empfahl Lorenz. Das
Gemüse kurbele die Fettverbrennung an.
Die Zwiebel liebe viel Platz, Sonne und gut durchgegrabene Erde,
so Carola Lorenz. Dann revanchiere sie sich beim Gartenbesitzer
und helfe gegen Husten, Heiserkeit, Migräne und Ohrenschmerzen.
Während des Rundgangs beeindruckte die riesige Zuccinipflanze
die Besucher. „Einfach wunderschön“, begeisterte
sich Stammbesucherin Marianne Köhler aus Forst. Zum ersten
Mal sah sich Margit Schierz aus Eichwege in Begleitung ihrer Mutter
ihr zufolge die Anlage an. Auf dem fünf Hektar großen
Gelände arbeiten fünf Beschäftigte, erfuhren die
Gäste. Am Vortag hätten sie «Mumien» gepflückt,
so Lorenz, schrumpelige Äpfel und Birnen. So würde das
Überwintern von Krankheitserregern darin verhindert. Sanddorn
und Weißdornbeeren in der Kräuterspirale studierte Kleingärtner
Werner Robbisch genau.
Abschließend wurden im Pavillon selbstgebackenes Zwiebelbrot,
Zwiebel-Apfel-Schmalz, Zwiebelsuppe und -kuchen sowie Kräuterquark
gereicht. Sieben Liter Zwiebelsuppe waren schnell ausgelöffelt
und der Ofen mit Zwiebelkuchen gefüllt. „Der wird heute
den ganzen Tag lang zubereitet“, erklärte Christiane
Jäger, Mitarbeiterin im Garten.
Angela Hanschke |