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 23.08.2007
 
Umwelt- und Lehrgarten in Eichwege präsentiert Köstlichkeiten

Besucherrekord bei Zwiebelfest
 
Eichwege. Zum Zwiebelfest im Umwelt- und Lehrgarten Eichwege hat die Projekt-verantwortliche Carola Lorenz gestern nach eigenen Angaben überdurchschnittlich viele Besucher begrüßt.
 

Foto: Angela Hanschke
Der Zwiebelkuchen im BQS-Garten ist begehrt.

So hätten schon am Vormittag 80 Besucher vorbeigeschaut und ihren Informationen zur vielseitigen und gesunden Zwiebel beigewohnt.

Viele neue Gesichter habe Carola Lorenz bei der Veranstaltung entdeckt. Diese werde wie das Kartoffelfest stets gut angenommen. Bereits herbstlich bunt präsentierte sich gestern der Garten der Be-

schäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft (BQS) Döbern mit orange leuchtenden Ringelblumen und Tagetes, Schmuckkörbchen, Sonnenblumen und Goldruten.

„Wir warten auf den Zwiebelkuchen“, scherzten Renate Haraschke und Ingrid Hofmann aus Döbern. Beide seien schon im vorigen Jahr hier gewesen. „Von vielen gemocht und von manchen verdammt“, sei die Zwiebel die älteste Kulturpflanze, erfuhren die Gartenfreunde von Carola Lorenz. Für die Ägypter war die Heil- und Gemüsepflanze demnach Opfergabe, die Römer-Heere hatten Zwiebeln als Wegzehrung dabei. Nur wenige Besucher wussten nach eigenen Angaben, dass der Aussaat- oder Stecktermin Geschmack und Lagerfähigkeit beeinflusse. „Wer sie einlagern will, bringt sie später in den Boden“, empfahl Lorenz. Das Gemüse kurbele die Fettverbrennung an.

Die Zwiebel liebe viel Platz, Sonne und gut durchgegrabene Erde, so Carola Lorenz. Dann revanchiere sie sich beim Gartenbesitzer und helfe gegen Husten, Heiserkeit, Migräne und Ohrenschmerzen. Während des Rundgangs beeindruckte die riesige Zuccinipflanze die Besucher. „Einfach wunderschön“, begeisterte sich Stammbesucherin Marianne Köhler aus Forst. Zum ersten Mal sah sich Margit Schierz aus Eichwege in Begleitung ihrer Mutter ihr zufolge die Anlage an. Auf dem fünf Hektar großen Gelände arbeiten fünf Beschäftigte, erfuhren die Gäste. Am Vortag hätten sie «Mumien» gepflückt, so Lorenz, schrumpelige Äpfel und Birnen. So würde das Überwintern von Krankheitserregern darin verhindert. Sanddorn und Weißdornbeeren in der Kräuterspirale studierte Kleingärtner Werner Robbisch genau.
Abschließend wurden im Pavillon selbstgebackenes Zwiebelbrot, Zwiebel-Apfel-Schmalz, Zwiebelsuppe und -kuchen sowie Kräuterquark gereicht. Sieben Liter Zwiebelsuppe waren schnell ausgelöffelt und der Ofen mit Zwiebelkuchen gefüllt. „Der wird heute den ganzen Tag lang zubereitet“, erklärte Christiane Jäger, Mitarbeiterin im Garten.

Angela Hanschke

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